Kunstmuseum Bad Ragaz
Mit der Vision, ihre private Sammlung dauerhaft und kostenlos der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, plant die Familie Thomas Schmidheiny den Bau eines Kunstmuseums im Kurpark des Grand Resort Bad Ragaz. Als Ort der Kontemplation soll es Besucherinnen und Besucher dazu einladen, Kunst in einem inspirierenden architektonischen Rahmen zu erleben.
Über das Projekt
Für das rund 3000 Quadratmeter grosse, harmonisch in den Kurpark sowie die alpine Landschaft um Bad Ragaz eingebettete Museumsgebäude ist ein zweiteiliges Ausstellungskonzept vorgesehen: eine permanente Präsentation zentraler Werke der Kunstsammlung Thomas Schmidheiny sowie wechselnde temporäre Ausstellungen.
Für die lokale Bevölkerung sowie die in- und ausländischen Gäste soll ein frei zugänglicher Raum geschaffen werden, der nicht nur Kunst unmittelbar erlebbar macht und Bad Ragaz um eine kulturelle Attraktion mit überregionaler Strahlkraft bereichert, sondern dazu anregt, zusammenzukommen, sich auszutauschen und gemeinsam zu geniessen.

Architektur
Im Auftrag der Stiftung Kunstsammlung Thomas Schmidheiny und unter der fachlichen Leitung der R+K Raumplanung AG wurde im September 2025 ein einstufiger Architekturwettbewerb durchgeführt, den Carla Juaçaba und ihr Team im Februar 2026 für sich entscheiden konnten. Die brasilianische Architektin präsentierte ein Projekt, das als langgestreckter Körper aus Beton- und Stahlelementen dem Kurpark Bad Ragaz entlang der Maienfelderstrasse eine klare räumliche Struktur verleiht: formal eigenständig, mit klarer architektonischer Handschrift, sensibel eingebettet in die alpine Umgebung.
Die minimalistische Paravent-Struktur integriert sich subtil in die Landschaft, das von der Fassade sanft reflektierte, changierende Licht umspielt die Konturen des Baukörpers und verleiht ihm eine fast schwerelose Präsenz. Ein Teich umschliesst das Museum im Norden und bildet eine harmonische Verbindung zwischen Gebäude und Park. Die Positionierung des Baukörpers maximiert die Freifläche und bewahrt den Bestand alter Bäume, wodurch Architektur, Natur und Kunst zu einer atmosphärischen Einheit verschmelzen – bescheiden in ihrer Geste, und doch radikal in ihrer Wirkung.
Erst die Interpretation des Publikums vollendet das Werk. Nichts ist gänzlich vorgegeben.
– Carla Juaçaba




